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Ludger Brehe neuer Schützenkönig! 51 Jahre nach seinem Vater Heiner, dem Goldkönig 2006, besteigt Ludger Brehe den Dolberger Schützenthron. Bei Hans Füchtemann bot sich am Christi-Himmelfahrts-Tag ein imposantes Bild: An die 300 Schützen hatten sich dort eingefunden. Da sich das Wetter ständig besserte, stieg die Zahl der Besucher von Stunde zu Stunde, so dass man den Eindruck hatte, dass ganz Dolberg zum Fest des Jahres auf den Beinen war.Als recht hartnäckig erwies sich der diesjährige Vogel „Heiner“, den Schützenoberst Bernhard Schroer entsprechend der neuen Richtlinien aus einem massiven Fichtenstamm gebaut hatte. Mit dem 56. Schuss sicherte sich Volker Gastring die Krone. Nach dem 99. Schuss hielt Martin Vieth das Zepter in seiner Hand. Nach dem 150. Schuss eroberte sich Sven Linke den Reichsapfel. Nach 15 Uhr entwickelte sich ein harter Wettbewerb zwischen den Anwärtern Dirk Janzen, Volker Gastring, Ludger Brehe und Patrick Jack. In den Endkampf stieg auch noch Schriftführer Hans Droste ein. Doch die Freunde um Ludger Brehe ließen ihm am Ende keine Chance. Vor allem Brehe, der auf der vorletzten Versammlung die Rechte zum Bau des diesjährigen Adlers „Heiner“ ersteigert hatte, schoss den stolzen Vogel waidwund und ließ sich nach mehrmaligen Anläufen in diesem Jahr die Chance nicht nehmen. Unter den Anfeuerungsrufen seiner Freunde holte er um 16.09 Uhr den arg zerzausten aber immer noch recht massiven Vogel mit dem 412. Schuss unter starkem Beifall des gesamten Schützenvolkes von der Stange.
Um 19.15 Uhr proklamierte Vorsitzender Jochen Rabe vor einer noch immer imposanten Kulisse den neuen König. Als seine Mitregentin hatte Ludger Brehe sich Maria Stratmann auserkoren. Als erste Gratulanten erwiesen das scheidende Königspaar Wolfgang Thomezek und Stefanie Kutscha, sowie das Silberkönigspaar Hans Füchtemann und Gisela Pollmüller den neuen Regenten ihre Reverenz. Anschließend wurde unter dem Beifall des Schützenvolks die neue Throngesellschaft vorgestellt. Mit dem Spielmannszug „Gut Klang Lippborg“ und der Blaskapell ging es nach einem Umzug durch das mit Fahnen geschmückte Dorf zum Königsball mit der Band „Skyboys“. Die Wurzeln des Schützenwesens sind christlich geprägt. Daran erinnern die Schützen jedes Jahr am Fest Christi Himmelfahrt, wenn sie nach dem Weckruf und dem Antreten der Königskompanie, der ehemaligen Avantgardisten und der Schützenkompanie in der Lambertikirche das größte Fest des Dorfs mit dem Gottesdienst beginnen. In seiner Predigt ging Pfarrer Harald Grebe auf die Bräuche zu Christi Himmelfahrt ein, der zum „Tag der Väter“ geworden ist.
Erfreut zeigte sich Vorsitzender Jochen Rabe beim anschließenden Antreten auf dem Dorfplatz darüber, dass die Dolberger Schützen erst drei Jahre auf besseres Wetter warten – und Schalke 04 schon 49 Jahre auf die Meisterschale. Petrus schien ein Einsehen mit den Schützen zu haben, denn es blieb bei der Ehrung verdienter Mitglieder trocken. So sollte es den ganzen Tag über bleiben. Das trug sicherlich dazu bei, die Stimmung der Verantwortlichen und der gesamten Dorfbevölkerung hoch zu halten. Und auch die Dolberger feiern an diesem Wochenende munter weiter, denn am Sonntag steht noch das Stadtschützenfest auf dem Programm, wo Heinz Untiedt aus Tönnishäuschen seinen Nachfolger erwartet.
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