Letzte Gedenkrede von Joy Marie Spitzer!

Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Darauf wies Major Joy Marie Spitzer in ihrer Gedenkrede zum Volkstrauertag in Dolberg hin. Anlässlich des Volkstrauertags in Dolberg wurde mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal den Opfern von Krieg, Terror und Gewalt gedacht. An der Zeremonie nahmen Abordnungen Dolberger Vereine sowie Soldaten der 5. Kompanie des Panzerbataillons 203 aus der Westfalenkaserne, Patenkompanie des Lambertusdorfes, teil. Die Gedenkrede hielt deren Kompaniechefin Major Joy Marie Spitzer. Zunächst sammelten sich die Abordnungen auf dem Dorfplatz, um dann gemeinsam zum Mahnmal zu ziehen. Musikalisch begleitet wurden sie vom Blasorchester Dolberg. In ihrer Gedenkrede machte Major Joy Marie Spitzer darauf aufmerksam, dass der Volkstrauertag daran erinnere, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Der Blick in die Ukraine zeige schmerzhaft, wie zerbrechlich diese sind. Besonders den Soldaten der Bundeswehr sei das bewusst. Das aber reiche nicht: „Wehrhaftigkeit, Kriegstüchtigkeit und Resilienz entstehen nicht nur aus Waffen und Kriegsgerät, sondern vor allen Dingen aus gesamtgesellschaftlichem Zusammenhalt.“ Sie griff daher eine Aussage der deutsch-jüdischen Publizistin Hannah Arendt auf: „Das Problem war nicht, was unsere Feinde, sondern was unsere Freunde taten.“ Das bedeute auch, die demokratischen Werte hochzuhalten und für Freiheit, Menschenwürde und Frieden einzustehen.

Major Joy Marie Spitzer kündigte an, dass es für sie die letzte Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag sei. Deshalb bedankte sie sich bei den Dolbergern für die Gemeinschaft im Dorfleben, aber auch zwischen Kompanie und Patengemeinde: „Ihr bietet uns als Soldatinnen und Soldaten ein festes Fundament inmitten der Gesellschaft und verdeutlicht uns, wofür wir unseren Dienst leisten.“

Im Gedenken an die Opfer von Gewalt feuerte der Artilleriezug des Schützenvereins Dolberg Salutschüsse ab, Major Joy Marie Spitzer und der Schützenvereinsvorsitzende Werner Schlieper legten zusammen am Mahnmal einen Kranz nieder. Mit dem Singen der Nationalhymne wurde die Zeremonie beendet.